Rendering Codes

Die Themen Farbe, Farbigkeit und Materialität in der Architektur werden in Zentraleuropa seit vielen Jahrzehnten konstant und kontrovers diskutiert und gewinnen auch international weiter an Bedeutung. Als Teilaspekt kultureller Codierungen können Raum, Form, Oberflächen und Farben Stadtbilder prägen und auch nachhaltig verändern. Aufgrund der Vielfalt von neuen Material- und Oberflächenentwicklungen in Kombination mit neuen Fertigungstechniken steigen nahezu täglich die Möglichkeiten, Fassaden und Räume zu gestalten.

Große Vielfalt: Die Wände des WorkLab waren mit mehr als 600 thematisch geordneten Bildern und Materialstudien bestückt.

„Wenn Architektur und Gestaltung als Zukunftsdisziplin betrachtet wird, bleibt ihre Motivation im Kern idealistisch. Sie verhandelt eine wie auch immer geartete Verbesserung des Gegenwartszustandes und bemüht sich um einen Fortschritt.“1 Fassadengestaltung beginnt als Teil der Stadtbildentwicklung zum Marketingfaktor zu werden, Architektur nicht selten zu Produkt und Marke und der „städtische Innenraum“ entwickelt sich wieder mehr und mehr zum Kommunikations- und Identifikationsraum. Der Gestaltungsspielraum für Architektur- und Stadtgestaltung wird also größer, gleichzeitig steigen aber auch die Herausforderungen durch sich ändernde und vielschichtig gelagerte Lebensmodelle und neue Erwartungen an städtische Räume.

„Nachhaltige Architekturgestaltung muss über die Aspekte der Formgebung, Begrünung und Energieeffizienz hinaus gedacht werden und Raum als Katalysator für die Aktivitäten in der Stadt nutzbar machen, um dadurch lebenswerte Orte zu schaffen.“2 Gerade hierfür sind unter anderem die Kriterien Farbigkeit, Materialität und Oberflächengestaltung ganz wesentlich. Der Teilaspekt der strategischen Gestaltung von Atmosphäre, zum Beispiel durch die Dimensionen Materialität, Farbe und Licht, spielt dabei immer wieder eine tragende Rolle. Neben anderen klassischen Größen der Stadtplanung und -gestaltung, stellen diese drei genannten Planungsdimensionen grundsätzliche Parameter einer nachhaltigen Architektur- und Stadtplanung dar, die in ihrer Dringlichkeit für alle Formen von „Stadtsystemen“ – von Dorf und Kleinstadt bis hin zur Megacity – von Relevanz sind. In der Geschichte der Architektur, so Egon Schirmbeck in dem Werk „Gestaltungskonzepte im 20. Jahrhundert“, zeigt sich immer wieder die herausragende Bedeutung der Inszenierung von Räumen und dies geht schlicht nicht, ohne dass Farbigkeit und Oberflächenqualitäten aufeinander abgestimmt und geplant sind.

Der Werkstoff Putz für Fassaden und Innenräume stellt dabei eine exemplarische Werkstoffgruppe dar, die einen wesentlichen Teil unserer europäischen Bau- und Gestaltungskultur ausmacht. In Verbindung mit lokalen Baustoffen, wie Stein oder Holz, prägen Putzbauten eine Vielzahl historisch herausragender Platz- oder Fassadengestaltungen. Dabei existieren typische Farb- und Oberflächenprofile in den unterschiedlichen Regionen.

In den letzten 25 Jahren sind in Deutschland allerdings deutliche Entwicklungen weg vom Putz auszumachen. Das Image von Putz, vielleicht auch oft wegen der darunter liegenden Systeme, hat bei Architekten stark gelitten. Putz ist die „günstige Variante“, die nicht selten deshalb vor allem in der Wohnungswirtschaft noch punkten kann. Neu aufkommende Fassadensysteme und Werkstoffe fordern in Zukunft den Klassiker noch stärker zum Wettbewerb heraus. Farb- und Materialglobalisierung verdrängen zusätzlich regionale und landestypische „kulturelle Codierungen“.

Die „Fachgruppe Putz und Dekor“ des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie sowie andere Industrie- und Handwerkerverbände stellen sich dem Thema und fordern Planer, Architekten und Gestalter dazu auf, das Produkt Putz „neu und zukunftsfähig zu denken und einzustellen“. Die Voraussetzung dafür ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Thema „Zukunftsforschung und Produktentwicklung“ mit Akteuren aus Architektur, Gestaltung, Industrie, Handwerk, Forschung und Politik. Bestenfalls entstehen dabei Anstöße für neue Produktentwicklungen.

Mehr als 20.000 Bilder und Muster aus den Bereichen Architektur und Design spiegelten die Baukultur wider.

Zwischenbemerkung:

Thierstein, Wiese und Nemeth konstatieren in „Zukunft des Bauens“ von 2011, dass der gebaute Raum und der entstandene Ort, als Teil der Umwelt, das verdichtete Ergebnis vergangener Planungs-, Gestaltungs- und Aushandlungsprozesse einer Stadt (in Europa) sind. Ihre Bedeutung entwickelt sich und besteht in der Regulierung von Aktivitäten, Planung und weiterführender Gestaltung sowie den jeweiligen Wahrnehmungen der Menschen weit über den Entstehungszeitpunkt hinaus. Hier kann ein Diskurs zur „Codierung“ von Raum, Architektur- und Fassadenmaterialien ansetzen, da dieser die Parameter oder die grundsätzliche Gestaltung als Teil eines dreidimensionalen, dynamischen Zeichensystems begreift. Das Denken in Zeichensystemen und Codierungen integriert sowohl Kriterien der Atmosphäre und Wahrnehmung im raumzeitlichen Kontext als auch der Bau- und Stilgeschichte, der Zukunftsforschung, der Lebensmodelle und der Formalästhetik. Die Schnittstellen können als urban interfaces bezeichnet werden. Schnittstellen von Mensch und architektonischen Oberflächen, die Räume bilden, definieren, implementieren und damit immer Dinge, Sachen oder Artefakte zum Ansehen darstellen, die von ihren Betrachtern erlebt, gespürt und bewertet werden, sind in der gestalteten Form auch ein Spiegel der Gesellschaft.

Das IIT (Institute International Trendscouting) an der HAWK Hildesheim, Fakultät Gestaltung, Kompetenzfeld Farbdesign, widmet sich seit über zehn Jahren auf vielen Gebieten der Grundlagenrecherche zur Vergangenheitsbetrachtung, der Trend- und Zukunftsforschung sowie spezifischer Material- und Oberflächenentwicklungen und ist langjähriger Partner des Institutes für internationale Architektur-Dokumentation Detail Research. Den Fragen, wie wir zukünftig leben, wohnen, arbeiten und Räume gestalten oder welchen Einfluss neue Mobilitätskonzepte beziehungsweise das Thema Industrie 4.0 auf das Themenfeld Gestaltung haben, stellen wir uns täglich im Expertenverbund. Das spezifische Thema Putz, als ein wesentlicher Akteur unserer kulturellen Codierung im Stadtraum, beschäftigt uns unter dem Titel „renderingCODES“ im Rahmen der Zukunftsforschung nun seit zwei Jahren.

Dabei war zunächst eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart notwendig. Es wurden vergangene Strömungen, Trends und Stile sowie deren wesentliche gestalterische Charaktermerkmale der Architektur und Fassadengestaltung aufgezeigt. Nichts grundsätzlich Neues. Architekturtheoretiker haben über einzelne Epochen und Bauten bereits viele Abhandlungen verfasst. Eine ganzheitliche Betrachtung im zeitlichen Kontext liegt uns bisher aber nicht vor.

Betrachtet wurden daher über 10.000 Bauten der letzten 200 Jahre. Dabei haben wir differenziert zwischen Wohnbauten, Wohnungswirtschaft, öffentlichen Bauten, Industriebauten sowie Kultur- und Museumsbauten. Die jeweiligen gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen wurden erfasst und zu den ausgewerteten Bilddaten hinzugefügt.

Die Wechselwirkung von gesellschaftlichen Herausforderungen und Entwicklungen, technischen Möglichkeiten und den jeweiligen Lebensmodellen einer Gesellschaft, verbunden mit den Erwartungen der Menschen an Stadt, Raum und Architektur, spiegeln sich in der formalen und ästhetischen Gestaltsprache wider. Diese „Spiegelungen“ wurden über Polaritätenprofile erfasst und ausgewertet. Konkret heißt das, dass die einzelnen formalästhetischen Faktoren wie Form, Gliederung, Rasterung der Fassade, Verhältnis von Mauer und Öffnung, Materialität, Oberflächentextur sowie Qualität und Farbe tabellarisch festgehalten wurden. Wir sprechen hierbei von Codierungen, die wir als Gestalter beschreiben und festlegen können. Das Ergebnis dieser Studie wurde auf der Messe FAF 16 in München erstmalig veröffentlicht und ist nach dem Prinzip „Zukunft braucht Herkunft“ die Grundlage für die Entwicklung von weiteren Zukunftsszenarien.

Farbigkeit und Oberflächenqualität müssen aufeinander abgestimmt werden, um eine starke Rauminszenierung zu erzielen.

Zukunftspotenzial von Farbe, Material und Oberfläche

Die Studie wurde als Architektur- und Materialausstellung vergangener Epochen aufbereitet und die jeweiligen Epochen waren auf sechs großformatigen Tischen (1 x 3 m) dargestellt. Zu den vollflächig bedruckten Tischflächen, die mit über 10.000 Bilddaten zur Architekturbetrachtung die Auswertung der Studie präsentierten, wurden Materialproben unterschiedlicher Hersteller und Werkstoffqualität in die gedruckten Bildwelten integriert. Dadurch entstand ein Bild- und Materialrelief als Spiegel unserer Baukultur, das ein Ansatzpunkt für unterschiedliche Zielgruppen war.

Die Studie Renderingcodes als Fundament

Das Konzept sollte nach dem Leitmotiv „Zukunft braucht Herkunft“ einerseits analytische, erzählende und haptische Einblicke in die Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung präsentieren und andererseits impulsgebend und inspirierend wirken. Ein weiteres Ziel war es, den Besuchern die Möglichkeit zu geben, an jeder Stelle in das Thema einsteigen zu können und sich interessengelenkt durch die Vergangenheit in Richtung Gegenwart und Zukunft zu „bewegen“.

Unsere Auswertungen der Architekturbetrachtung machen deutlich, dass wir aus einer Architekturkultur kommen, in der bei öffentlichen und repräsentativen Gebäuden viele Jahrhunderte mit Stein, Putz, Holz, Ton, Lehm bzw. regionalen Baustoffen gebaut wurde. Das Verhältnis von Mauer zu Maueröffnung lag bis vor 40 Jahren immer zugunsten der Mauer beziehungsweise der Fassadenflächen. Um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts gab es beobachtbare Veränderungen. Es wurde zunehmend mehr mit Glas und Stahl, mit vorgehängten Fassaden und damit auch mit anderen Werkstoffen gebaut.

Zusätzlich fand in den letzten Jahrzehnten eine Materialglobalisierung statt, die regionale Traditionen und Werkstoffe in den Hintergrund gedrängt hat. In den letzten 15 Jahren wuchs zudem die Vielfalt an neuen interessanten Materialien. Dies wurde begleitet von sich immer weiter entwickelnden Produktions-, Planungs- und Bauprozessen. Architekten und Designer haben sich in dieser Zeit angenähert, in vielen Architekturbüros sitzen heute Kommunikations-, Licht-, oder Farbdesigner. Das hatte nicht selten zur Folge, dass vor allem bei repräsentativen Bauten oder Markenbauten die „Fassadenbekleidung“ immer häufiger entkoppelt von der dahinterliegenden baulichen Struktur gestaltet wurde. Der seit der klassischen Moderne geltende Grundsatz „form follows function“ hat sich ein Stück weit aufgelöst und Gestalter haben sich die Freiheit genommen, die Fassaden und Oberflächen mit neuen Techniken und Materialien ornamenthaft, vielschichtig, grafisch bis dekorativ zu gestalten.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass grundsätzlich alle architektonischen und materialhaften Veränderungen und Neuerungen von gesellschaftlichen oder technischen Entwicklungen getrieben und beeinflusst sind. Auch die Energiewende hinterlässt aktuell Spuren und bringt wieder eher geschlossen erscheinende Fassaden zum Vorschein. Als Ergebnis der Verfügbarkeit nahezu aller Materialien, steigt im Gegenzug der Drang nach lokalen authentischen Baustoffen wieder an.

Zahlreiche Architekten betrachten den Putz ohnehin als Gestaltungsvariante B.

Ideen, welche Perspektiven und Szenarien zu entwickeln wären, wurden im sogenannten Worklab gesammelt und dokumentiert.

Putz hat nach unserer Auswertung in den letzten 25 Jahren eine Vielzahl von interessanten und innovativen „Produkt-Wettbewerbern“ an der Fassade bekommen. Die „ästhetische Produktentwicklung Putz“ hat sich dabei leider wenig spürbar an diesen Wettbewerbern orientiert und stellt sich daher bis heute meist nur in den klassischen Körnungen oder den wiederbelebten historischen Oberflächentechniken dar. Der Blick nach vorne, Richtung Zukunft muss also im Interesse unserer Baukultur beginnen und methodisch betrieben werden.

Basierend auf der Auswertung der Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung hat das IIT mit Studierenden narrativ und bildhaft gelagerte Szenarien zum Thema „renderingCODES“ entwickelt und stellte diese zunächst skizzenhaft und bildhaft als wünschenswerte Zukunftszenarien dar. Die Ansätze und Inhalte der Szenarien basieren auf wesentlichen Tendenzen sogenannter Trends und Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung und/oder Nachhaltigkeit. Die Kreation der Szenarien baut dabei bereits sichtbare und spürbare Veränderungen sowie Entwicklungen aus Gesellschaft, Technik und Produktentwicklung mit ein. Themen wie Optionensouveränität, Dualität, Erwartungen an smart materials sowie reaktive beziehungsweise interaktive Oberflächen wurden integriert. Als Teil der Szenarien sind zusätzlich in den Laboren der Hochschule neue und experimentelle Materialoberflächen als Materialstudien entstanden.

Worklab RenderingCodes

Um dem Ziel „Putz neu zu denken“ näher zu kommen, haben wir einen Diskurs mit angehenden und praktizierenden Architekten und Gestaltern in unseren „WorkLabs“ begonnen. Die Teilnehmer setzen sich hierbei zunächst mit der Vergangenheit auseinander. Sie beschäftigen sich mit unserer Bild- und Materialsammlung und analysieren dazu die Ergebnisse unserer Studie, notieren aber auch parallel wesentliche eigene und persönliche Erfahrungen auf einem Zeitstrahl. Danach kann über die entstandenen Mindmaps aufgezeigt werden, was alle beschäftigt hat, wie persönliche regionale bis internationale Eckdaten gelagert sind oder was Einzelne als prägend erlebt haben. Im nächsten Schritt werden unterschiedliche Fragestellungen zur Zukunft gestellt und stichwortartig kommentiert. Diese ersten zwei Arbeitsphasen dienen der Sensibilisierung für das Thema.

Im Anschluss findet eine Annäherung an die Themen Stadt, Stadtumfeld und Lebensumgebung statt, die von einem gesteuerten Diskurs zur gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung oder Lebensgestaltung begleitet wird. In dieser Phase arbeiten wir im WorkLab über „Bildcollagen und Schlüsselbegriffe“. Eine Auswahl von über 800 vorsortierten Bildern steht zur Verfügung, aus denen ein Bild- und Textszenario (Collage) mit ca. 20 bis 30 Bildern und Textbausteinen zur Aufgabenstellung „Wie leben wir 2040“ zu kreieren ist. Die entstandenen Bildkompositionen stellen ein wahrscheinliches und aus Sicht der Teilnehmenden mögliches Zukunftsszenario dar. Die Häufigkeit und Zusammenstellung der jeweiligen Bild- und Textbausteine ist als visuelles Commitment zu bezeichnen, das von den Experten formuliert wird. In der Gruppe von ca. 10 bis 15 Experten werden dann drei Szenarien identifiziert, hinter denen alle Teilnehmer stehen. Diese drei Szenarien werden daraufhin von den Teilnehmern gemeinsam diskutiert und im Bezug auf Schlüsselbegriffe und formalästhetische Phänomene geschärft, ergänzt und vervollständigt. Danach nähern wir uns dem Thema Fassade und Oberfläche. Der Prozess wird erneut durchlaufen, bis am Ende drei Szenarien als tragfähig erachtet werden.

Den Blick nach vorn, Richtung Zukunft investieren.

Die Summe der Szenarien gilt es, in der nächsten Stufe auszuwerten. Wir arbeiten dazu mit „Polaritäten-Spiders“, über die wir die einzelnen gestalterischen Phänomene und Codierungen grafisch abbilden und vergleichen können. So erlangen wir eine quantitative, aber auch qualitative Beschreibung möglicher Denkmuster zum Thema „Putz der Zukunft“. Wir sehen die Einzelinformationen zu Idee, Formalästhetik, Funktion oder Technik als jeweilige Codierungen zu zukunftsfähigen Oberflächen- und Materialentwicklungen. Die vorab vom IIT erstellten Zukunftsszenarien und Materialstudien zeigen mögliche Denkmuster und Richtungen auf, die vor Ort hinterfragt und begleitend weiterentwickelt werden können.

Erste Auswertungen bisher entstandener Szenarien deuten darauf hin, dass bei freier Auswahl von über 800 Bilddaten eine signifikante Häufigkeit von einzelnen gewählten Bildmotiven oder -kompositionen als vorstellbare Zukunftsszenarien auszumachen ist. Diese Codierung beziehungsweise diese Inhalte der Bild-, Material- und Textdaten beschreiben jeweils ein begründetes Zukunftsszenario für den Putz der Zukunft.

Ideen, welche Perspektiven und Szenarien zu entwickeln wären, wurden im sogenannten Worklab gesammelt und dokumentiert.
AUSBLICK

Wie geht es weiter? Fortführung der Studie renderingCODES/Lab als Roadshow

Das mobile „Labor“ wird an unterschiedlichen Standorten (Hildesheim: von Dezember 2016 bis Februar 2017, Ludwigshafen: März 2017, München: von April bis Juni 2017, Karlsruhe: Juli 2017, Frankfurt: von September bis Oktober 2017) installiert, die Arbeit an der Studie wird nun praktisch und im interdisziplinären Dialog fortgesetzt. Ziel ist es, mit mindestens 150 Experten und/oder angehenden Experten Workshops durchzuführen.

Die WorkLabs sollen es ermöglichen, mit praktizierenden Architekten und Architektur-Studierenden, Kriterien, Beschreibungen oder Codierungen (renderingCODES) für zukünftige architektonische Oberflächen, als Fortschreibung des Werkstoffes Putz, zu generieren. Als Projektverantwortliche sind Hon.- Prof. Meike Weber, Vertr. Prof. Timo Rieke, Prof. Markus Schlegel und Prof. Günter Weber zu nennen. Die ermittelten Erkenntnisse und Informationen übergeben wir 2019 den Initiatoren und Schirmherren des Projekts.

Getragen wird das Projekt in Phase 2 zunächst vom VdL/Fachgruppe Putz & Dekor (Industrieverband) und der GHM/FAF (Gesellschaft für Handwerkermessen). Weitere Verbände, wie der IWM, haben Interesse an der Mitwirkung signalisiert. Für alle beteiligten Institutionen ist es wichtig, einen Beitrag zur Entwicklung von Putz zu leisten, denn sowohl die Industrie als auch das Handwerk sind auf eine nachhaltige positive Entwicklung angewiesen.

ÜBER DEN AUTOR

Markus Schlegel

ist Professor für Farb- und Architekturgestaltung sowie Projektentwicklung Farbe an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. 2003 gründete er die Bürogemeinschaft Talledo Schlegel & Partner. 

FORSCHUNGSBERICHT LESEN

"DNA für den Putz der Zukunft" der Studie renderingCODES des Institute International Trendscouting der HAWK Hildesheim herunterladen.