Verhältnis A/V (A/V-Verhältnis)

Das Verhältnis von wärmeübertragender Umfassungsfläche A zum beheizten Gebäudevolumen V beschreibt die Kompaktheit von Baukörpern. Je kleiner das A/V-Verhältnis, d. h. je kompakter ein Gebäude ist, desto geringer ist der Jahres-Primärenergiebedarf  und desto geringer sind die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz . Bauformen mit einem hohen A/V–Verhältnis, z. B. Einfamilienhäuser, verbrauchen trotz des erforderlichen höheren Aufwands für den baulichen Wärmeschutz, z. B. größere Dämmstoff- oder Wanddicken, und den damit verbundenen höheren Baukosten mehr Energie als kompakte Bauformen.

In erster Linie ist das A/V-Verhältnis von der eigentlichen Größe des Baukörpers abhängig, erst danach auch von dessen geometrischer Form. Werden die Abmessungen eines definierten Baukörpers in allen Richtungen um den gleichen Faktor vergrößert, so wird das A/V-Verhältnis kleiner. Bei der Geometrie ist eine Kugel die Form mit dem günstigsten A/V-Verhältnis. Ein Baukörper in Kugelform reduziert die Verluste gegenüber einer möglichst kompakten, würfelähnlichen Bauform jedoch nur unwesentlich, verursacht aber deutlich höhere Baukosten.


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